Zum Hauptinhalt springen

Kleiner Knoten mit großer Wirkung: Was Du über Myome wissen solltest

Warum dieser Artikel interessant für Dich sein könnte

Myome sind meist harmlos – können aber Beschwerden verursachen. Dieser Artikel erklärt verständlich, wann eine Behandlung nötig ist und welche Optionen es gibt.

19.02.2026

Text: Brigitte Bonder

Myome sind gutartige Tumore in der Gebärmutter – oft harmlos, manchmal störend, aber gut behandelbar.

Starke Periodenschmerzen, ungewöhnlich heftige Blutungen oder das ständige Gefühl, zur Toilette zu müssen: Viele Frauen schieben solche Beschwerden zunächst auf Stress oder hormonelle Schwankungen. Doch manchmal steckt ein kleiner Knoten in der Gebärmutter dahinter – ein Myom. Klingt bedrohlich, ist es aber meist nicht. Denn Myome sind gutartige Tumore aus Muskel- und Bindegewebe in der Gebärmutter.

Warum entstehen Myome?

Warum sie entstehen, ist noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist: Hormone wie Östrogen spielen eine entscheidende Rolle. Deshalb treten Myome meist zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr auf und schrumpfen nach den Wechseljahren oft von selbst wieder. Viele Frauen merken gar nichts von ihrem Myom, doch etwa 10 bis 15 Prozent verursachen tatsächlich Probleme. Das passiert vor allem dann, wenn sie auf Organe wie Blase oder Darm drücken oder in der Gebärmutterschleimhaut sitzen. Dann sind starke Schmerzen und hoher Blutverlust möglich.

Eine Frau leidet unter Unterleibschmerzen.
Starke Periodenschmerzen, ungewöhnlich heftige Blutungen oder das ständige Gefühl, zur Toilette zu müssen – diese Symptome können auf ein Myom hindeuten. © stock.adobe.com/Pixel-Shot

Wie entdeckt man Myome?

Entdeckt werden Myome meist durch einen Ultraschall beim Frauenarzt, manchmal auch zufällig bei einer Routineuntersuchung. Je nach Lage unterscheidet man verschiedene Typen – manche wachsen Richtung Gebärmutterschleimhaut, andere sitzen in der Wand oder außen an der Gebärmutter. Für die Ärztin oder den Arzt ist diese Unterscheidung wichtig, um die passende Behandlung zu wählen.

Wann müssen Myome behandelt werden?

Die gute Nachricht: Myome sind fast immer harmlos und müssen nur behandelt werden, wenn sie Beschwerden verursachen. Ärztinnen und Ärzte entscheiden dann je nach Größe, Lage und Symptomen über das Vorgehen. Manchmal reicht es, die Entwicklung regelmäßig zu kontrollieren. Medikamente können helfen, Blutungen zu lindern. Bei stärkeren Problemen gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Eine Option ist die Myom-Embolisation, dabei wird die Blutversorgung des Knotens unterbrochen, sodass er schrumpft. In anderen Fällen hilft eine Operation. Je nach Situation wird nur das Myom entfernt oder – sehr selten – die gesamte Gebärmutter.

Wer also Veränderungen bemerkt, sollte sie nicht ignorieren, sondern beim nächsten Vorsorgetermin ansprechen. Regelmäßige Untersuchungen geben Sicherheit, und oft reicht es schon, das Myom einfach im Blick zu behalten.