Rentner

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Detailinformationen zum Thema
  • Gut versichert
    im Ruhestand

    Weiterhin bestens versorgt

    Damit Ihr Kranken- und Pflegeversicherungsschutz auch nach Ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Erwerbsleben sichergestellt ist, haben wir Ihnen alle wichtigen Informationen zusammengestellt. So können Sie beruhigt in den verdienten Ruhestand gehen!

    Weitere Informationen

    Gut versichert bei der Bosch BKK

     

    Checkliste für die Rentenantragsstellung

    Diese Checkliste enthält wichtige Punkte, die Sie bei Ihrer Rentenantragstellung beachten müssen:

    • Den Rentenantrag erhalten Sie z. B. von der Gemeinde, auf dem Rathaus oder online von der Deutschen Rentenversicherung (DRV)
    • Den Rentenantrag und alle erforderlichen Anlagen vollständig ausfüllen (behilflich hierbei sind die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung).
    • Um die Rentenzahlungen von Anfang an sicherzustellen, sollten die Unterlagen mindestens 3 Monate vor Rentenbeginn beim Rentenversicherungsträger eingereicht werden.
    • Die Meldung für die Krankenkasse, die Sie zusammen mit dem Rentenantrag erhalten haben, reichen Sie bei der Bosch BKK ein.
    • Bei Beantragung von Betriebs-/Zusatzrenten (nach Erhalt des Rentenbescheides) Ihre Bosch BKK angeben, damit diese automatisch informiert wird.
     
  • Wann besteht die
    Krankenversicherung?

    Allgemeines

    Die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) ist eine Pflichtversicherung für alle Rentner und Rentenantragsteller, die eine bestimmte Vorversicherungszeit erfüllt haben.


    Vorversicherungszeit

    Ihr gesamtes Erwerbsleben - von der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zum Tag des Rentenantrags - wird in zwei Hälften geteilt.

    In der zweiten Hälfte muss eine Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Krankenversicherung für mindestens 90 Prozent dieses Zeitraums belegt werden. Seit dem 01.08.2017 können für jedes Kind pauschal drei Jahre zusätzlich auf die Vorversicherungszeit angerechnet werden.


    Bei Nichterfüllung der Vorversicherungszeit

    Wird diese Vorversicherungszeit nicht erfüllt, besteht für Sie keine Versicherungspflicht im Rahmen der KVdR. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Versicherungsschutz im Rahmen einer freiwilligen Mitgliedschaft sicherzustellen.


    Versicherungsbeginn

    Die Krankenversicherung der Rentner beginnt grundsätzlich mit dem Tag der Rentenantragstellung und besteht für die Dauer des Rentenbezugs. Wird Ihr Rentenantrag abgelehnt oder ziehen Sie Ihren Rentenantrag zurück, besteht die Mitgliedschaft nur für die Dauer des Rentenantragsverfahrens.


    Pflegeversicherung

    Sind Sie Mitglied in der Krankenversicherung der Rentner geworden, besteht automatisch auch eine Mitgliedschaft in der sozialen Pflegeversicherung. Beginn und Ende der Versicherung sind identisch mit denen der Krankenversicherung. Ihre gewählte Krankenkasse ist zugleich auch die zuständige Pflegekasse.


    Die Krankenversicherung der Rentner wird verdrängt, ist ausgeschlossen, oder tritt nicht ein

    • solange eine sogenannte Vorrangversicherung vorhanden ist. Dies trifft dann zu, solange Sie beispielsweise in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis als Arbeiter oder Angestellter stehen. Auch der Bezug von Arbeitslosengeld und die damit verbundene Krankenversicherung verhindert den Eintritt der KVdR.
    • sofern Sie während der Rentenantragstellung oder dem späteren Rentenbezug gleichzeitig eine hauptberuflich selbständige Erwerbstätigkeit ausüben.
    • solange Sie aufgrund eines anderen Tatbestandes (z. B. Beamtenverhältnis) krankenversicherungsfrei sind.
     
     
  • Wer zahlt
    welchen Beitrag?

    Pflichtversicherte Rentner

    (bei erfüllter Vorversicherungszeit – siehe Reiter „Wann besteht die Krankenversicherung“)

    Die Beiträge richten sich nach der Höhe Ihrer Rente und werden direkt als Krankenkassenbeitrag von der deutschen Rentenversicherung einbehalten. Der Rentenversicherungsträger beteiligt sich am Krankenversicherungsbeitrag aus gesetzlichen Renten mit 7,3 % und am Zusatzbeitrag mit 0,6 %. Am Beitrag zur Pflegeversicherung beteiligt sich der Rentenversicherungsträger nicht. Dieser Beitrag ist von Ihnen alleine zu zahlen.

    Haben Sie außer der Rente noch rentenähnliche Einnahmen, wie z. B. Betriebs- und Zusatzrenten, Pensionen oder ein Einkommen aus einer nebenberuflichen selbstständigen Tätigkeit, müssen Sie hiervon ebenfalls Beiträge zahlen. Allerdings nur, wenn diese Bezüge den Betrag von 164,50 Euro überschreiten.

    Zur Beitragsberechnung werden folgende Einnahmen berücksichtigt:

    • Gesetzliche Renten der deutschen Rentenversicherung und landwirtschaftliche Altersrenten,
    • Auslandsrenten,
    • Versorgungsbezüge (insbesondere betriebliche Altersvorsorge),
    • Bezüge aus Kapitalleistungen und Kapitalabfindungen sowie
    • Einnahmen aus einer selbstständigen Tätigkeit (Arbeitseinkommen).

    Insgesamt werden maximal Beiträge aus der so genannten Beitragsbemessungsgrenze berechnet. Diese Grenze liegt bei monatlich 4.837,50 Euro(2021).

    Einnahmeart Beitragssatz Krankenversicherung Beitragssatz Zusatzbeitrag Beitragssatz Pflege-
    versicherung
    Gesetzliche Renten der gesetzlichen Rentenversicherung 14,6%
    1,2% 3,05%
    Auslandsrente und landwirtschaftliche Altersrente 7,3% 0,6% 3,05%
    Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen 14,6% 1,2% 3,05%

    *Für kinderlose Mitglieder erhöht sich der Beitragssatz nach Ablauf des Monats, in dem sie das 23. Lebensjahr vollenden, um 0,25 Beitragssatzpunkte auf 3,30 %.

    Beiträge aus Auslandsrenten, Versorgungsbezügen und Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit tragen Sie allein.

    Freiwillig Versicherte Rentner

    (bei nicht erfüllter Vorversicherungszeit – siehe Reiter „Wann besteht die Krankenversicherung“)

    Die Beiträge richten sich bei freiwillig versicherten Rentnern nach der gesamten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Das heißt für die Berechnung der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung werden all Ihre Einkünfte berücksichtigt. Dazu gehören neben der Rente, Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen außerdem z.B. Mieten, Pachten, private Lebensversicherungen, Kapitalerträge.

    Bei Einnahmen aus der Rente und aus Versorgungsbezügen sowie bei Arbeitseinkommen aus einer nicht hauptberuflichen selbstständigen Tätigkeit sind Beiträge in Höhe des allgemeinen Beitragssatzes von 15,8% zu zahlen. Aus den sonstigen Einnahmen (z. B. Mieteinkünfte, Kapitalerträge) werden Beiträge nach dem ermäßigten Beitragssatz von 15,2% berechnet. Die Einkünfte zur Beitragsberechnung werden mindestens aus 1.096,67 Euro (2021) und maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 4.837,50 Euro (2021) berücksichtigt.

    Den Beitrag zahlen Sie selbst an uns. Sie erhalten einen Beitragszuschuss vom Rentenversicherungsträger - allerdings nur, wenn Sie diesen Zuschuss rechtzeitig beim Rentenversicherungsträger beantragen. Dieser Zuschuss zur Krankenversicherung beträgt 7,3%, sowie den hälftigen Zusatzbeitrag von 0,6%, insgesamt also 7,9%. Dieser Zuschuss wird zusammen mit Ihrer Bruttorente an Sie ausgezahlt. Die Rentenversicherung überweist den Beitragszuschuss auch dann in voller Höhe, wenn Sie noch arbeiten und dabei freiwillig versichert sind. Der Zuschuss muss in diesem Fall aber - neben dem "normalen" Beitrag - an die Krankenkasse weitergegeben werden. Zur Pflegeversicherung gewährt die Rentenversicherung keinen Beitragszuschuss.

    Besteht ein umfassender Krankenversicherungsschutz?

    Natürlich haben Sie als versicherter Rentner Anspruch auf die gleichen Leistungen. Die einzige Ausnahme ist, dass Sie kein Krankengeld erhalten, da Sie nicht mehr erwerbstätig sind und daher keinen Anspruch auf eine Lohnersatzleistung haben.

    Sie haben weitere Fragen?

    Wir sind für Sie da - egal ob persönlich in unseren Geschäftsstellen, telefonisch unter +49 (0)711 25088-975 oder digital in unserem Online-Kundenportal unter

    Meine.Bosch-BKK.de .

     
     
  • GKV-Betriebsrenten-
    freibetragsgesetz

    Der Bundesrat hat das „GKV-Betriebsrentenfreibetragsgesetz" beschlossen. Das Ziel ist die Entlastung von Betriebsrentnern, da sich eine Beitragsentlastung in der Krankenversicherung ergibt. Wir freuen uns mit Ihnen, dass dieses Gesetz beschlossen wurde.

    Welche Änderungen ergeben sich dadurch?

    Zum 01.01.2020 wurde ein monatlicher Freibetrag für alle Renten der betrieblichen Altersversorgung (Direktzusage, Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds) in der Krankenversicherung eingeführt. Dieser Freibetrag ist dynamisch und wird sich jedes Jahr erhöhen.

    D.h. seit dem 01.01.2020 ist in der Krankenversicherung nur noch der Betrag der Betriebsrente beitragspflichtig, der den o.g. Freibetrag übersteigt. Dieser Freibetrag beträgt ab dem 01.01.2021 monatlich 164,50 Euro.

    Beispiel:

      ab 2020
    Monatliche Betriebsrente 400,00 Euro
    davon beitragspflichtig NEU: 235,50 Euro (400,00 Euro - 164,50 Euro)
    Krankenversicherungsbeitrag
    14,6 % + Zusatzbeitrag 1,2 %
    37,21 Euro

    In der Pflegeversicherung sind hingegen weiterhin die vollständigen Einnahmen beitragspflichtig – ohne Abzug eines Freibetrags.

    Für Versicherte, deren monatliche Betriebsrente(n) ggf. zusammen mit Arbeitseinkommen aus einer Selbständigkeit insgesamt unter dem Betrag von 164,50 Euro (2021) liegen, ergeben sich keine Änderungen. Hier sind weiterhin keine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen.

    Für wen gilt der Freibetrag nicht?

    • Beiträge zur Pflegeversicherung
    • Freiwillig Versicherte
    • Pflichtversicherte mit Arbeitseinkommen, Versorgungsbezügen aus einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis (Beamtenpension), Bezügen aus der Versorgung der Abgeordneten, Parlamentarischen Staatssekretäre und Minister, berufsständischer Versorgung (z. B. Versorgungswerk der Architekten) oder Renten und Landabgaberenten der Alterssicherung der Landwirte