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Aktiv leben mit Diabetes

Warum dieser Artikel interessant für Dich sein könnte

Mit Diabetes ist heute ein aktives und selbstbestimmtes Leben möglich. Moderne Therapien, Glukosesensoren und eine gute Begleitung erleichtern den Alltag mit der Erkrankung.

10.09.2026

Text: Brigitte Bonder

Das Smartphone piept, ein Sensor misst den Blutzucker – moderne Technik erleichtert den Alltag mit Diabetes. Rund elf Millionen Deutsche leben mit der Erkrankung, zum Beispiel auch Tennisprofi Alexander Zverev. Die Bosch BKK unterstützt mit individuellen Programmen und digitaler Begleitung.

Wenn ein Spitzensportler wie Alexander Zverev die French Open gewinnt, sorgt das weltweit für Aufmerksamkeit. Auch deshalb, weil er trotz seines Typ-1-Diabetes so erfolgreich ist. Sein Triumph zeigt, was heute für viele Menschen gilt: Mit Diabetes mellitus ist ein aktives, selbstbestimmtes und erfülltes Leben möglich.

Blutzucker wird nicht richtig reguliert

In Deutschland gibt es rund elf Millionen Menschen mit Diabetes. Die „Zuckerkrankheit“ gehört damit zu den häufigsten chronischen Krankheiten überhaupt. Es handelt sich dabei um Störungen des Stoffwechsels, bei denen der Körper den Blutzucker nicht mehr richtig regulieren kann. Die Folge sind dauerhaft erhöhte Werte, die Organe und Gefäße belasten können.

Bei 95 Prozent der Betroffenen liegt ein sogenannter Typ-2-Diabetes vor, der sich meist über viele Jahre hinweg entwickelt. Der Körper produziert zwar noch Insulin, kann es aber immer schlechter nutzen. Typ-1-Diabetes hingegen ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Betroffenen selbst kein Insulin mehr produzieren und dies dauerhaft von außen zuführen müssen. Gemeinsam haben beide Formen, dass ein gut eingestellter Blutzucker entscheidend für die Gesundheit ist.

Diabetes-Therapie wird individueller

Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich spürbar weiterentwickelt. „Die Diabetes-Therapie ist heute deutlich individueller und alltagstauglicher als noch vor einigen Jahren“, erklärt Prof. Dr. med. Thomas Haak, Vorstandsmitglied von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. „Moderne Medikamente und technische Hilfsmittel ermöglichen vielen Betroffenen eine bessere Blutzuckereinstellung bei gleichzeitig höherer Lebensqualität.“ Dadurch lässt sich die Therapie zunehmend an den Alltag anpassen.

Eine Mutter und ihr Sohn mit einem Glucosesensor lächeln in eine Handykamera.
Glucosesensoren werden am Oberarm getragen und messen den Zuckerwert kontinuierlich – das verschafft Betroffenen Freiheit. © stock.adobe.com/Halfpoint

Sensoren ermöglichen mehr Freiheit

Ein sichtbares Beispiel für diesen Fortschritt sind Glukosesensoren, die immer häufiger am Oberarm getragen werden. Sie prüfen den Zuckerwert kontinuierlich und liefern damit ein deutlich genaueres Bild als einzelne Stichmessungen. „Betroffene sehen nicht nur den aktuellen Wert, sondern auch, ob dieser steigt oder fällt“, betont der Experte. Alarme bei Über- oder Unterzucker geben ihnen Sicherheit und helfen dabei, kritische Situationen frühzeitig zu erkennen.

„Viele Menschen berichten, dass sie dadurch mehr Freiheit und Lebensqualität gewinnen“, weiß Prof. Dr. med. Thomas Haak. Auch in der Forschung geht die Entwicklung weiter. Besonders vielversprechend sind Systeme, die Glukosesensoren und Insulinpumpen miteinander verbinden und die Insulinabgabe zunehmend automatisieren. Parallel dazu entstehen derzeit neue Medikamente für Menschen mit Typ-2-Diabetes, die neben der Blutzuckerkontrolle auch positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System und das Gewichtsmanagement haben können.

Diabetes: Mit der Diagnose nicht allein

Wer die Diagnose Diabetes erhält, hat zunächst viele Fragen. Umso wichtiger sind verständliche Informationen und eine gute Begleitung. „Niemand ist mit der Diagnose allein“, betont Thomas Haak. „Diabetes ist eine chronische Erkrankung, mit der heute in den meisten Fällen ein aktives und erfülltes Leben möglich ist.“ Strukturierte Schulungen und verlässliche Informationen helfen, Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung zu gewinnen und Schritt für Schritt Routine zu entwickeln.

Genau hier setzt die Bosch BKK an. Sie unterstützt Menschen mit Diabetes mit umfassenden Informationen und konkreten Programmen. Online finden Versicherte einen Überblick über Ursachen, Therapieformen und Unterstützung im Alltag. Besonders hilfreich ist das strukturierte Behandlungsprogramm BKK MedPlus, das eine kontinuierliche Betreuung ermöglicht und Betroffene dabei unterstützt, ihre Gesundheit aktiv zu gestalten.

Vorbilder machen Mut

Und manchmal hilft ein Blick auf Menschen, die zeigen, was trotz Diabetes möglich ist. Vorbilder wie Alexander Zverev machen Mut: Sie beweisen, dass die Erkrankung kein Hindernis für persönliche Ziele oder beruflichen Erfolg sein muss, und tragen dazu bei, Vorurteile abzubauen und die gesellschaftliche Akzeptanz zu stärken.

Tipps für den Alltag

  • Regelmäßige Blutzucker-Messungen helfen, Veränderungen früh zu erkennen und rechtzeitig zu reagieren.
  • Ein gleichmäßiger Essrhythmus unterstützt stabile Werte – wer Mahlzeiten über den Tag verteilt, vermeidet stärkere Schwankungen.
  • Auch Bewegung wirkt oft sofort: Schon kurze Spaziergänge oder kleine Aktivpausen helfen bei der Regulation des Blutzuckerspiegels.
  • Medikamente und Insulin sollten nach Plan eingenommen und rechtzeitig nachbestellt werden, digitale Apps erleichtern die Dokumentation und den Austausch mit dem Behandlungsteam.
  • Ein kleines Notfallset mit Traubenzucker, Messgerät und wichtigen Kontakten sorgt unterwegs für zusätzliche Sicherheit.

Weitere Informationen rund um Diabetes sowie Podcasts und Videos findest Du auf der Bosch BKK-Seite bosch-bkk.de/diabetes.