Kinderkrankengeld

Kinderkrankengeld
Detailinformationen zum Thema

Krankengeld zur Kinderpflege

Muss ein Versicherter zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege eines erkrankten Kindes, das noch keine 12 Jahre alt ist, der Arbeit fernbleiben, zahlt die Bosch BKK Krankengeld - sofern keine andere im Haushalt lebende Person dies übernehmen kann.

Das Kinderpflege-Krankengeld erhalten Sie für jedes Kind für längstens zehn Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres (für alleinerziehende Versicherte längstens 20 Arbeitstage). Der Gesamtanspruch bei mehreren Kindern besteht für Versicherte längstens für 25 Arbeitstage (für Alleinerziehende 50 Arbeitstage) je Kalenderjahr. Bei Betreuung und Pflege schwerstkranker Kinder zahlt die Bosch BKK zeitlich unbegrenzt Krankengeld.

Das Kinderkrankengeld beträgt 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Gab es in den letzten 12 Monaten Einmalzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, beträgt es sogar 100 Prozent. Es gibt allerdings eine Höchstgrenze für das Kinderkrankengeld. Diese liegt bei 112,88 Euro pro Tag. Damit in der Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung keine Nachteile entstehen, werden aus dem Kinderkrankengeld Beiträge gezahlt. Der Beitragsanteil des Versicherten wird direkt abgezogen, einen höheren Anteil übernehmen wir.

 

Zusätzliches Kinderkrankengeld während Corona-Pandemie

Gesetzlich Versicherte, die aufgrund von Kita- oder Schulschließungen ihr Kind betreuen müssen, können dazu 2021 mehr Tage Kinderkrankengeld beantragen. Pro Kind und Elternteil sind 30 Tage Kinderkrankengeld möglich, bei mehreren Kindern insgesamt maximal 65 Tage. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch auf 60 Tage pro Kind und Elternteil, bei mehreren Kindern auf maximal 130 Tage.

Wer hat Anspruch?

Gesetzlich versicherte, berufstätige Eltern, die ein Kind zu Hause betreuen müssen, weil

  • Schulen oder Kitas geschlossen sind,
  • die Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben ist,
  • nur die Klasse oder Gruppe nicht in die Schule bzw. Kita gehen kann,
  • der Zugang zum Betreuungsangebot der KiTa eingeschränkt wurde.

Das gilt auch, wenn die Eltern im Homeoffice arbeiten. Die Eltern müssen selbst Anspruch auf Krankengeld haben und ihr Kind muss gesetzlich versichert sein. Außerdem darf es im Haushalt keine andere Person geben, die das Kind betreuen kann. Kinderkrankengeld wird für Kinder unter 12 Jahren gezahlt.

Wie können Eltern das zusätzliche Kinderkrankengeld beantragen?

Sie können das zusätzliche Kinderkrankengeld aber schon jetzt beantragen. Das Antragsformular finden Sie rechts im Download-Bereich oder hier . Sie können es ausgefüllt zum Beispiel über das Online-Kundenportal einreichen. Dem Antrag sollte eine Bescheinigung der Schule oder Kita beigefügt sein.

Besteht der Anspruch parallel zum Anspruch auf Lohnersatzleistungen nach §56 des Infektionsschutzgesetzes?

Nein. Wenn ein Elternteil Kinderkrankengeld in Anspruch nimmt, ruht in dieser Zeit der Anspruch beider Elternteile auf Lohnersatzleistungen nach §56 des Infektionsschutzgesetzes.