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Minijobs (Kurzfristigkeit / Geringfügigkeit)

Taschenrechner und diverse Unterlagen
Detailinformationen zum Thema
  • Allgemeines

    § 8 SGB IV Geringfügige Beschäftigung und geringfügige selbständige Tätigkeit

    (1) Eine geringfügige Beschäftigung liegt vor, wenn

    1. das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat 450 Euro nicht übersteigt,
    2. die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres auf längstens zwei Monate oder 50 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist, es sei denn, dass die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und ihr Entgelt 450 Euro im Monat übersteigt.

    (2) Bei der Anwendung des Absatzes 1 sind mehrere geringfügige Beschäftigungen nach Nummer 1 oder Nummer 2 sowie geringfügige Beschäftigungen nach Nummer 1 mit Ausnahme einer geringfügigen Beschäftigung nach Nummer 1 und nicht geringfügige Beschäftigungen zusammenzurechnen. Eine geringfügige Beschäftigung liegt nicht mehr vor, sobald die Voraussetzungen des Absatzes 1 entfallen. Wird beim Zusammenrechnen nach Satz 1 festgestellt, dass die Voraussetzungen einer geringfügigen Beschäftigung nicht mehr vorliegen, tritt die Versicherungspflicht erst mit dem Tag ein, an dem die Entscheidung über die Versicherungspflicht nach § 37 des Zehnten Buches durch die Einzugsstelle nach § 28i Satz 5 oder einen anderen Träger der Rentenversicherung bekannt gegeben wird. Dies gilt nicht, wenn der Arbeitgeber vorsätzlich oder grob fahrlässig versäumt hat, den Sachverhalt für die versicherungsrechtliche Beurteilung der Beschäftigung aufzuklären.

    (3) Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend, soweit anstelle einer Beschäftigung eine selbständige Tätigkeit ausgeübt wird. Dies gilt nicht für das Recht der Arbeitsförderung.

    Minijob-Zentrale: Die Bundesknappschaft ist eine gesetzliche Krankenversicherung für Bergleute, die ab 01.04.2003 die zentralen Aufgaben für die Minijobs übernommen hat.

    Bei detaillierten Fragen zu einem Minijob wenden Sie sich einfach direkt an die Bundesknappschaft. Die Kontaktdaten finden Sie rechts.

    Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat in Zusammenarbeit mit der Minijob-Zentrale eine Checkliste zur einfacheren Beurteilung geringfügiger Beschäftigungen entwickelt. Den Link zur Checkliste finden sie auf der rechten Seite.

    Weitere Informationen

    Hier finden Sie die Checkliste zur einfacheren Beurteilung geringfügiger Beschäftigungen.

    Minijob-Zentrale

    Tel.: 0355 2902-70799

    Fax: 0201 384-979797

    Das Service-Center der Bundesknappschaft erreichen Sie montags bis freitags von 7:00 bis 17:00 Uhr.

     
     
  • Geringfügig

    Geringfügig entlohnte Beschäftigung

    § 8 Abs 1 Nr. 1 SGB IV

    Bei Minijobs zahlt der gewerbliche Arbeitgeber die pauschalen Beiträge zur Krankenversicherung (13 Prozent). Der pauschale Beitrag zur Krankenversicherung ist ein Solidarbeitrag, er fällt nur an, wenn der Arbeitnehmer gesetzlich versichert ist (Krankenversicherungspflichtig, Familienversichert, freiwillig Krankenversichert). Der Minijobber selbst zahlt keine Beiträge.

    Zur Pflege- und Arbeitslosenversicherung fallen keine Beiträge an.

    Für die Rentenversicherung fallen grundsätzlich Beiträge an. Der Minijobber kann sich auf Antrag von der Zahlung befreien lassen. Bitte beachten Sie hier die zahlreichen Möglichkeiten.

    Die Unfallversicherung ist für alle Arbeitgeber auch bei Minijobbern verpflichtend. Somit ist auch der Minijobber bei einem Arbeitsunfall, Wegeunfall oder einer Berufskrankheit abgesichert.

    Lohnsteuer – pauschal oder individuelle Lohnsteuer, hier bestimmen Sie als Arbeitgeber für welche Besteuerung Sie sich entscheiden. Pauschal – 2 Prozent – Zahlung an die Minijob Zentrale, oder individuelle – entsprechend der Lohnsteuer des Arbeitnehmers – Zahlung direkt an das Finanzamt.

    • Die Entgeltgrenze liegt vorerst weiterhin bei 450 EUR. Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld werden bei der Obergrenze von 4.800 Euro mit berücksichtigt. Entsprechend müssen diese Zahlungen beim Berechnen der Verdienstgrenze mit einkalkuliert werden. Bei einem Überschreiten der Verdienstgrenze verliert das Beschäftigungsverhältnis den Status als Minijob. Nachzahlungen von Abgaben und Steuern sind die Folge.
    • Der Arbeitnehmer darf diese Grenze 3 Mal pro Jahr überschreiten.
    • Für Minijobs in privaten Haushalten gilt eine geringere Abgabenquote von 12 Prozent (je 5 Prozent zur gesetzlichen Rentenversicherung und gesetzlichen Krankenversicherung und ebenfalls 2 Prozent Steuern).
    • Neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung ist die Ausübung einer geringfügig entlohnten Beschäftigung möglich, ohne dass diese durch die Zusammenrechnung mit der Hauptbeschäftigung sozialversicherungspflichtig wird.
    • Mehrere Minijobs werden zusammen gezählt. Sofern eine Person mehr als eine geringfügig entlohnte Beschäftigung ausübt und das Entgelt über der Geringfügigkeitsgrenze liegt, ist keine der Beschäftigungen mehr geringfügig.

    Ausnahmen:

    • Bei Werkstudenten sind nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 SGB V für den Minijob lediglich die 2 Prozent Steuerpauschale abzuführen. Da keine Pauschalabgaben für Sozialversicherung bei Studenten im Minijob entrichtet werden müssen.
    • Frührentner und Erwerbsminderungsrentner dürfen mit einem Minijob max. 350 EUR einnehmen.
    • Bei privat Krankenversicherten, die einen Nebenjob auf 450 EUR Basis nachgehen, entfallen die 13 Prozent für die gesetzliche Krankenversicherung.
     
     
  • Kurzfristig

    Merkmale einer kurzfristigen Beschäftigung:

    • Beschäftigung ist im Voraus vertraglich auf längstens zwei Monate oder 50 Arbeitstage begrenzt (z.B. Saisonal). Seit Januar 2015 gelten 70 Arbeitstage (§ 115 SG IV).
    • Sofern diese Begrenzungen nicht überschritten werden, darf der Arbeitnehmer mehr als 450 EUR im Monat verdienen.
    • Es darf keine Berufsmäßigkeit vorliegen. (Prüfung im Vorfeld durch den Arbeitgeber).
    • Maßgebend ist das Kalenderjahr, nicht das Beschäftigungsjahr

    Bei der Beurteilung (Prüfung der Sozialabgabenfreiheit) werden alle kurzfristigen Beschäftigungen zusammengezählt.

    Grundsätzlich sind bei einer kurzfristigen Beschäftigung keine Sozialabgaben fällig, Der Arbeitgeber führt jedoch Umlagen ab (U1, U2, Insolvenzgeldumlage), Das Arbeitsentgelt wird aber auch versteuert. Auch hier gibt es 2 Möglichkeiten, entweder pauschal mit 25 Prozent (§ 40 EStG) oder über ELStAM, die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale.

    Es erfolgt keine Absicherung in der Rentenversicherung.

    Sobald feststeht, das die Zeitgrenzen überschritten werden, tritt mit diesem Zeitpunkt (also mit dem „erkennen“ und nicht erst mit Ablauf des Zeitlimits!) Sozialversicherungspflicht ein.

    Sofern zeitgleich eine geringfügig entlohnte Beschäftigung bei einem anderen Arbeitgeber besteht, findet keine Verrechnung statt.

    Zur Fragen bezüglich der Berufsmäßigkeit informieren Sie sich bitte ausführlich, z.B. bei der Bundesknappschaft oder Ihrem Steuerberater. Nur so können unliebsame Überraschungen vermieden werden.

    Bei Vorliegen einer Berufsmäßigkeit ist die Ausübung einer kurzfristigen Beschäftigung ausgeschlossen!

    Berufsmäßigkeit liegt vor, wenn die Beschäftigung nicht von untergeordneter Bedeutung ist. (Absicherung des Lebensunterhaltes, kein bloßer Zuverdienst)