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Mindestlohn

Projektmeeting mit mehreren Personen
Detailinformationen zum Thema

Die Mindestlohnkommission (MLK) wird besteht aus je 3 Gewerkschafts- und Arbeitgebervertreter/innen, sowie mit 2 Wisschaftler/innen (ohne Stimmrecht). Alle 2 wird ein Vorschlag zur Mindestlohnanpassung unterbreitet.

Im Juni 2018 hat die Mindestlohnkommission erneut beraten. Dieser Vorschlag wurde an die Bundesregierung gerichtet und dann am 31.10 2018 per Verordnung festgelegt. Somit steigt der Mindestlohn zum 01. Januar 2019 von 8,84 EUR auf 9,19 EUR. Eine weitere Erhöhung erfolgt zum 01. Januar 2020 auf 9,39 EUR.

Die Steigerungen orientieren sich an der allgemeinen Lohnentwicklung. Es gibt keine Unterscheidung zwischen Ost und West.

Der Mindestlohn darf nur dann unterschritten werden, wenn ein Vergleich vor dem Arbeitsgericht geschlossen wird. Der Mitarbeiter kann auch nicht freiwillig für weniger Brutto arbeiten. Der Anspruch auf Mindestlohn besteht grundsätzlich auch für Mini-Jobs. Ausgenommen sind ehrenamtliche Tätigkeiten sowie der Bundesfreiwilligendienst und das soziale Jahr.

Wichtige Ausnahmen:

  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (ohne abgeschlossene Ausbildung) gelten nicht als Arbeitnehmer und haben daher keinen Anspruch auf den Mindestlohn. Diese Entscheidung wurde von dem Gesetzgeber bewusst getroffen und im Gesetz verankert, um zu verhindern, dass junge Menschen anstelle einer Ausbildung für gutes Geld – aber ohne Perspektive – einen Job annehmen.
  • Praktikanten: Sofern das Praktikum verpflichtend im Rahmen der schulischen oder hochschulischen Ausbildung stattfindet oder wenn das Praktikum freiwillig bis zu einer Dauer von drei Monaten zur Orientierung für eine Berufsausbildung oder zur Aufnahme eines Studiums dient.
  • Einstiegsqualifizierung (Jugendliche): sofern es als Vorbereitung einer Ausbildung oder einer Berufsbildungsvorbereitung nach dem Berufsbildungsgesetz dient.
  • Langzeitarbeitslose: In den ersten sechs Monaten ihrer Beschäftigung darf der Lohn von Langzeitarbeitslosen (also Beziehern von Hartz IV) den gesetzlichen Mindestlohn unterschreiten. Hierdurch soll ein Anreiz zur Einstellung, für die Arbeitgeber geschaffen werden.
  • Haftung für Subunternehmer "Kettenhaftung": Beauftragt ein Unternehmer einen Subunternehmer haftet dieser für die ordnungsgemäße Lohnzahlung dieses Arbeitgebers. Die Haftung des ursprünglichen Auftragnehmers schließt ausdrücklich auch vom Subunternehmen beauftragte weitere Firmen ein. Der Unternehmer kann der Haftung nur entgehen, wenn er nachweisen kann, das weder positive Kenntnis noch grob fahrlässige Unkenntnis davon hatte, wenn der Subunternehmer keine Zahlungen oder gegen die Zahlung des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohns verstößt. Die Kontrolle obliegt den Zollbehörden.
  • Ehrenämter sind nicht vom Mindestlohn erfasst

Für Tarifverträge welche Löhne unter dem gesetzlichen Mindestlohn vorsahen galt eine Übergangsfrist. Diese Übergangsfrist lief am 31.12.2018 aus. In keiner Branche darf 2019 (abgesehen von den oben genannten) weniger als der gesetzliche Mindestlohn gezahlt werden.

Es gibt jedoch auch Branchen mit einem erhöhten gesetzlichen Mindestlohn. Meist handelt es sich bei den höheren Vergütungen um einen tariflichen Mindestlohn.

Mindestlohn-Hotlines:

Bundesarbeitsministerium: 030/60280028

Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB): 0391/4088003

Hier werden Fragen zum Mindestlohn beantwortet. Hier werden Fragen zum Mindestlohn beantwortet.