Beitragstragung

Projektmeeting mit mehreren Personen
Detailinformationen zum Thema

Nach dem Grundsatz der solidarischen Finanzierung tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Gesamtsozialversicherungsbeitrag jeweils zur Hälfte (§ 249 SGB V, § 168 SGB VI, § 346 SGB III, § 58 SGB XI). Zu dieser Regelung bestehen verschiedene Ausnahmen.

Zusatzbeitrag: Seit 2015 haben die Krankenkassen einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag zu erheben. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei allen gesetzlichen Krankenkassen wird durch den Schätzerkreis, der sich aus Vertretern des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesamtes für Soziale Sicherung (BSA) und der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zusammensetzt, ermittelt. Dieser wird jeweils bis zum 1. November bekannt gegeben und gilt für das komplette folgende Kalenderjahr. Bei der Bosch BKK liegt der Zusatzbeitrag seit dem 01.01.2021 bei 1,2 Prozent. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag aller Kassen liegt bei 1,3 Prozent, somit liegt die Bosch BKK unter dem Durchschnitt!

Der Beitrag ist wird seit dem 01.01.2019 wieder paritätisch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt. Zuvor war dieser allein vom Arbeitnehmer zu tragen.

Pflegeversicherung: Der Beitrag zur Pflegeversicherung liegt bei 3,05 Prozent. Bei kinderlosen Mitgliedern, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, wird ein zusätzlicher Beitrag von 0,25 % erhoben. Dieser Beitrag ist grundsätzlich vom Arbeitnehmer alleine zu tragen. (Ausnahme: Geringverdiener, Wehrdienstleistende, Auszubildende mit einem Arbeitsentgelt bis 325 EUR – hier wird der zusätzliche Beitrag vom Arbeitgeber getragen. Im Freistaat Sachsen gilt die Parität aufgrund eines nicht aufgehobenen Feiertags nicht. Dort beträgt der Anteil für Arbeitnehmer ab dem 01.01.2019 2,025 Prozent und für Arbeitgeber 1,025 Prozent.

Geringverdiener / Beschäftigte im Rahmen betrieblicher Ausbildung: Bei Geringverdienern (Auszubildende mit einem Arbeitsentgelt bis 325 EUR monatlich) ist der durchschnittliche Zusatzbeitrag maßgeblich. Dieser wird vom Arbeitgeber alleine getragen. Sofern durch eine Einmalzahlung die Grenze überschritten wird, werden die Beiträge für den übersteigenden Betrag nach den normalen Berechnungsgrundsätzen getragen. Seit dem 01.01.2019 tragen Arbeitgeber und Auszubildenden den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für den überschreitenden Betrag je zur Hälfte.

Übergangsbereich (früher Gleitzone): hier sind die besonderen Beitragsberechnungen für den Übergangsbereich der Gleitzone anzuwenden. Näheres finden Sie beim Buchstaben U wie Übergangsbereich, seit dem 01.07.2019 450,01 EUR - 1.300,00 EUR.

Geringfügig entlohnte Beschäftigte: Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Reiter mit dem Buchstaben M – Minijob oder direkt bei der Bundesknappschaft (www.minijob-zentrale.de )