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Bosch BKK
Info- und Serviceportal für Arbeitgeber

Mini-Jobs

Allgemeines

Hier wird zwischen der geringfügig entlohnten und der kurzfristigen Beschäftigung unterschieden.

Geringfügige Beschäftigungen (Minijobs) können als Hauptbeschäftigung oder als Teilzeitjob ausgeübt werden. Hier erfahren Sie, was Sie als Arbeitgeber bei der Einstellung von Mitarbeiter*innen auf Basis eines Minijobs beachten müssen.

Die Vorgaben für den Mindestlohn sind auch hier maßgebend.

Im § 8 SGB IV finden Sie die gesetzlichen Vorgaben.

Hier wird zwischen der geringfügig entlohnten und der kurzfristigen Beschäftigung unterschieden. Geringfügige Beschäftigungen (Minijobs) können als Hauptbeschäftigung oder als Teilzeitjob ausgeübt werden. Hier erfahren Sie, was Sie als Arbeitgeber bei der Einstellung von Mitarbeiter*innen auf Basis eines Minijobs beachten müssen. Die Vorgaben für den Mindestlohn sind auch hier maßgebend. Im § 8 SGB IV finden Sie die gesetzlichen Vorgaben.

Allgemeines

Minijob-Zentrale: Die Bundesknappschaft ist eine gesetzliche Krankenversicherung für Bergleute, die ab 01.04.2003 die zentralen Aufgaben für die Minijobs übernommen hat.

Bei detaillierten Fragen zu einem Minijob wenden Sie sich einfach direkt an die Bundesknappschaft. Die Kontaktdaten finden Sie hier:

Weitere Informationen
Minijob-Zentrale
Tel.: 0355 2902-70799
Fax: 0201 384-979797
Das Service-Center der Bundesknappschaft erreichen Sie montags bis freitags von 7:00 bis 17:00 Uhr.

§ 8 SGB IV Geringfügige Beschäftigung und geringfügige selbständige Tätigkeit

(1) Eine geringfügige Beschäftigung liegt vor, wenn
1. das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat 450 Euro nicht übersteigt,
2. die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres auf längstens drei Monate oder 70 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist, es sei denn, dass die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und ihr Entgelt 450 Euro im Monat übersteigt.

(2) Bei der Anwendung des Absatzes 1 sind mehrere geringfügige Beschäftigungen nach Nummer 1 oder Nummer 2 sowie geringfügige Beschäftigungen nach Nummer 1 mit Ausnahme einer geringfügigen Beschäftigung nach Nummer 1 und nicht geringfügige Beschäftigungen zusammenzurechnen.
Eine geringfügige Beschäftigung liegt nicht mehr vor, sobald die Voraussetzungen des Absatzes 1 entfallen.
Wird beim Zusammenrechnen nach Satz 1 festgestellt, dass die Voraussetzungen einer geringfügigen Beschäftigung nicht mehr vorliegen, tritt die Versicherungspflicht erst mit dem Tag ein, an dem die Entscheidung über die Versicherungspflicht nach § 37 des Zehnten Buches durch die Einzugsstelle nach § 28i Satz 5 oder einen anderen Träger der Rentenversicherung bekannt gegeben wird.
Dies gilt nicht, wenn der Arbeitgeber vorsätzlich oder grob fahrlässig versäumt hat, den Sachverhalt für die versicherungsrechtliche Beurteilung der Beschäftigung aufzuklären.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend, soweit anstelle einer Beschäftigung eine selbständige Tätigkeit ausgeübt wird.
Dies gilt nicht für das Recht der Arbeitsförderung.

Geringfügig

Geringfügig entlohnte Beschäftigung

§ 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV

Neu ab 01. Oktober 2022: Aufgrund der Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns wurde auch die Verdienstgrenze für geringfügig entlohnte Beschäftigte, sogenannte Minijobber angehoben.

Die Minijobobergrenze richtet sich künftig an einer wöchentlichen Arbeitszeit von 10 Stunden und gestaltet sich, unter Berücksichtigung des aktuellen Mindestlohns, dynamisch. Das heißt, bei einer Erhöhung des Mindestlohns steigt zukünftig auch die Minijobgrenze. Die nächste Anpassung ist frühestens zum 01. Januar 2024 zu erwarten.

  • Die Entgeltgrenze lag bis 30. September 2022 bei 450,00 Euro und erhöhte sich am 01. Oktober 2022 auf 520,00 Euro. Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld werden bei der Obergrenze mitberücksichtigt. Entsprechend müssen diese Zahlungen beim Berechnen der Verdienstgrenze mit einkalkuliert werden. Unvorhergesehene Prämien zählen nicht zum Arbeitsentgelt. Bei einem Überschreiten der Verdienstgrenze verliert das Beschäftigungsverhältnis den Status als Minijob. Nachzahlungen von Abgaben und Steuern sind die Folge. Die Beschäftigung ist somit von Anfang an kein Minijob!
  • Der gesetzliche Mindestlohn ist zu beachten.
  • Der Arbeitnehmer darf diese Grenze 2 Mal pro Jahr unvorhergesehen überschreiten (bisher waren es 3 Mal). Neu ist auch, dass beim Überschreiten eine Entgeltgrenze zu beachten ist. Das Entgelt in diesen Monaten darf maximal jeweils nur das Zweifache der Geringfügigkeitsgrenze betragen.
  • Neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung ist die Ausübung einer geringfügig entlohnten Beschäftigung möglich, ohne dass diese durch die Zusammenrechnung mit der Hauptbeschäftigung sozialversicherungspflichtig wird.
  • Mehrere Minijobs werden zusammengezählt. Sofern eine Person mehr als eine geringfügig entlohnte Beschäftigung ausübt und das Entgelt über der Geringfügigkeitsgrenze liegt, ist keine der Beschäftigungen mehr geringfügig.

Berechnung: Für die Berechnung der Obergrenze wird von einer Zehn-Stunden-Grenze ausgegangen.- (10 Stunden * 13 Wochen / 3 Monate) = 43 Stunden (43 Stunden x 12,00 Euro Mindestlohn) = 520,00 Euro oder 12,00 Euro (Mindestlohn) * 10 Stunden * 13 Wochen / 3 Monate = 520,00 Euro

Bei einem am 30.09.2022 bestehenden Minijob mit einem Arbeitsentgelt zwischen 450,01 Euro und 520,00 Euro gilt bis 31.12.2023 eine Sonderreglung, also ein Bestandsschutz.

Wichtige Übergangsregelungen / Bestandsschutzregelungen bis zum 31. Dezember 2023 finden Sie hier:

Informationsportal

Minijob Zentrale

Haufe

Seit dem 01. Januar 2022: Neben der Steuernummer wird nun auch die Steuer-Identifikationsnummer übermittelt werden.

Krankenversicherung: Bei Minijobs zahlt der gewerbliche Arbeitgeber die pauschalen Beiträge zur Krankenversicherung (13 Prozent). Der pauschale Beitrag zur Krankenversicherung ist ein Solidarbeitrag, er fällt nur an, wenn der Arbeitnehmer gesetzlich versichert ist (Krankenversicherungspflichtig, Familienversichert, freiwillig Krankenversichert). Der Minijobber selbst zahlt keine Beiträge. (Diese Pauschale ist nicht für privat krankenversicherte Minijobber zu zahlen!)

Pflegeversicherung: Zur Pflege- und Arbeitslosenversicherung fallen keine Beiträge an.

Rentenversicherung: Für die Rentenversicherung fallen grundsätzlich Beiträge an (3,6 Prozent). Der Minijobber kann sich auf Antrag von der Zahlung befreien lassen. Bitte beachte hier die zahlreichen Möglichkeiten. (15 Prozent Pauschalbeitrag)

Umlageversicherung: (U1 – Krankheit, für Betriebe bis 30 Arbeitnehmer 0,90 Prozent, U2 Mutterschaftsaufwendungen 0,29 Prozent, U3 – Insolvenzgeldumlage 0,09 Prozent)

Unfallversicherung: ist für alle Arbeitgeber auch bei Minijobbern verpflichtend. Somit ist auch der Minijobber bei einem Arbeitsunfall, Wegeunfall oder einer Berufskrankheit abgesichert.

Steuer: Das Arbeitsentgelt des Minijobbers ist immer steuerpflichtig, Die Versteuerung kann pauschal erfolgen. Die 2 Prozent Pauschsteuer enthält Lohnsteuer, Kirchensteuer und Solidaritätszuschläge.

Möglich ist jedoch auch eine individuelle Versteuerung, entsprechend der Lohnsteuer: Zahlung direkt an das Finanzamt.

Für Minijobs in privaten Haushalten gilt eine geringere Abgabenquote

5 Prozent Krankenversicherung

5 Prozent Rentenversicherung

0,9 Prozent U1 – Krankheit

0,29 Prozent U2 – Mutterschutz

1,6 Prozent – gesetzliche Unfallversicherung

2 Prozent Steuern

Meldungen sowie der Beitragsabzug erfolgt über die Minijob Zentrale

Weitere Informationen

Kurzfristig

Kurzfristige Beschäftigung:

NEU ab 2022:

  • Meldepflicht für Arbeitgeber über das Vorliegen eines Krankenversicherungsschutzes für Ihre Saisonbeschäftigten
  • Automatische Rückmeldung an den Arbeitgeber zu den Vorbeschäftigungen.
  • Aktuell gelten 70 Arbeitstage oder 3 Monate
  • Sofern diese Zeiten nicht überschritten werden, darf der Arbeitnehmer mehr als 450,00 Euro im Monat verdienen.
  • Es darf keine Berufsmäßigkeit vorliegen. (Prüfung im Vorfeld durch den Arbeitgeber).
  • Maßgebend ist das Kalenderjahr, nicht das Beschäftigungsjahr

Bei der Beurteilung (Prüfung der Sozialabgabenfreiheit) werden alle kurzfristigen Beschäftigungen zusammengezählt.

Grundsätzlich sind bei einer kurzfristigen Beschäftigung keine Sozialabgaben fällig, Der Arbeitgeber führt jedoch Umlagen ab (U1, U2, Insolvenzgeldumlage). Auch der Lohn aus einer kurzfristigen Beschäftigung ist grundsätzlich lohnsteuerpflichtig. Die Lohnsteuer kann nach den individuellen elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen oder unter bestimmen Voraussetzungen mit 25 Prozent pauschalisiert werden.

Die Definition kurzfristig im steuerlichen Sinne ist abweichend zur Definition in der Sozialversicherung, daher ist es für die Pauschalierung unerheblich ob im sozialversicherungsrechtlichen Sinne eine kurzfristige Beschäftigung vorliegt, oder nicht.

Es erfolgt keine Absicherung in der Rentenversicherung.

Sobald feststeht, dass die Zeitgrenzen überschritten werden, tritt mit diesem Zeitpunkt (also mit dem „erkennen“ und nicht erst mit Ablauf des Zeitlimits!) Sozialversicherungspflicht ein.

Sofern zeitgleich eine geringfügig entlohnte Beschäftigung bei einem anderen Arbeitgeber besteht, findet keine Verrechnung statt.

Zur Fragen bezüglich der Berufsmäßigkeit informieren Sie sich bitte ausführlich, z. B. bei der Bundesknappschaft oder Ihrem Steuerberater. Nur so können unliebsame Überraschungen vermieden werden.

Bei Vorliegen einer Berufsmäßigkeit ist die Ausübung einer kurzfristigen Beschäftigung ausgeschlossen!

Berufsmäßigkeit liegt vor, wenn die Beschäftigung nicht von untergeordneter Bedeutung ist. (Absicherung des Lebensunterhaltes, kein bloßer Zuverdienst)

Ausführliche Ausführungen zu Zeitgrenzen, Berufsmäßigkeit, mehrere kurzfristige Beschäftigungen, Lohnsteuer, etc… / Haufe .

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