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Baden-Württemberg: Anzahl der EFAs in den Facharztverträgen wächst kontinuierlich

Stuttgart, 05. Dezember 2016.

In den Facharzt-Verträgen von AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK kommen seit 2014 speziell geschulte MFAs als „Entlastungsassistentinnen in der Facharztpraxis“ (kurz: EFA®) zum Einsatz. Sie unterstützen die Ärzte durch Übernahme delegationsfähiger Aufgaben und tragen zu einer weiter verbesserten Patientenversorgung bei. Derzeit sind bereits knapp 150 EFAs in den Praxen aktiv, weitere 70 befinden sich in der Ausbildung.

Die angehenden EFAs durchlaufen eine vertraglich festgelegte Weiterbildung, die von der Landesärztekammer Baden-Württemberg zertifiziert und durch die AOK Baden-Württemberg anerkannt ist. Die Curricula sind spezifisch auf einzelne Facharztgruppen oder bestimmte Erkrankungen zugeschnitten. Die Fortbildung übernimmt das Institut für fachübergreifende Fortbildung und Versorgungsforschung der MEDI Verbünde (IFFM). Seit August ist die Bezeichnung „EFA®“ auch als Marke geschützt. Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, zur Rolle der EFA®: „Spezifisch weitergebildete MFAs werden für die Verbesserung der ambulanten Versorgungsqualität immer wichtiger. Damit werten wir die Verträge weiter auf und setzen das Erfolgskonzept der VERAHs fort, das im Hausarztvertrag schon seit Jahren fest etabliert ist.“

Bislang sind 146 EFAs im Einsatz; davon 79 für ausgewählte Erkrankungen im Modul Neurologie des PNP-Vertrags, sowie weitere 40 EFAs im Kardiologie- und 27 im Gastroenterologie-Vertrag. Dipl.-Pol. Ekkehard Ruebsam-Simon, Arzt für Allgemeinmedizin, Vize von MEDI Baden-Württemberg und Vorsitzender des IFFM betont die Vorteile und sieht weiteres Entwicklungspotential. „Die Investition in eine EFA®-Ausbildung lohnt sich, denn sie bringt neben der Vergütungsverbesserung eine spürbare Entlastung des Arztes durch Delegation wichtiger ärztlicher Routinearbeiten. Diese Chance sehen immer mehr Ärzte.“ Zu einer Verbreitung sollen auch neue EFA®-Module für anderen Facharztverträge beitragen. „Bei der Ärztekammer schon zertifiziert ist die Orthopädie-EFA®. Eine Rheumatologie-EFA® und eine Psychiatrie-EFA® sind in Entwicklung, die Urologie-EFA® wird noch konzipiert“, so Ruebsam-Simon weiter.

Wie die Zusatzausbildung das Tätigkeitsprofil der MFAs zusätzlich aufwerten kann, zeigt das Beispiel von Melanie Voit. Ihr fachlicher Schwerpunkt als EFA® in einer neurologischen Gemeinschaftspraxis in Biberach ist Multiple Sklerose. Dort ist sie erste Kontaktperson für alle MS-Patienten. Ihre Erfahrung ist, dass die Compliance der Patienten durch eine engmaschige und persönliche Betreuung steigt und sie betont: „Ich habe jetzt eine verantwortungsvolle Position, die wenig mit dem eher altbackenen Bild der ‘Sprechstundenhilfe’ zu tun hat.”