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Chia-Samen: Superfood oder nur super teuer?

Schale mit Chia-Samen
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Trends gibt es nicht nur in der Modebranche. Auch beim Thema gesunde Ernährung erobern immer wieder neue Lebensmittel unsere Supermärkte. Jetzt also Chia-Samen: Bäcker bieten Chia-Brot und -Brötchen an, in Müsli und Smoothies werden sie gemischt. Kleine graue Samen, die ein wenig an Mohn erinnern. So unscheinbar sie daherkommen, umso mehr steckt in ihnen drin: viel Eiweiß, Vitamine, Mineralien und jede Menge Ballaststoffe. Ein weiterer Pluspunkt: Chia-Samen weisen mehr als 30 Prozent mehrfach ungesättigte Fettsäuren auf. Ein großer Teil davon die für unseren Körper sehr wertvollen Alpha-Linolensäure (Omega-3) und Linolsäure (Omega-6).

Alte Pflanze neu entdeckt

Chia-Samen sind eigentlich keine Neuentdeckung, vielmehr eine Wiederentdeckung. So wie zum Beispiel Amaranth oder Quinoa. Schon die Mayas und Azteken aßen die kleinen Körner, weil sie gut sättigen und einen hohen Nährwert haben. Botanisch gehört die Pflanze zu den Salbeipflanzen: Lila Blüten und hohe grüne Stängel. Sie erinnert zudem an Lavendel, der ebenfalls zur Familie der Lippblütler gehört. Seit 2009 ist die Pflanze von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit für die Verwendung in Backwaren frei gegeben. 2013 wurden die reinen Samen zugelassen. Dennoch war man vorsichtig bei der empfohlenen Tagesdosis. Mit 15 Gramm entspricht sie etwa einem gehäuften Esslöffel. Am besten verwertbar für den Körper sind Chia-Samen, wenn sie vor dem Verzehr einige Zeit eingeweicht wurden. Über Nacht im Joghurt oder Wasser gequellt, sind sie für den Körper besser verwertbar. Immer, wenn viele Ballaststoffe aufgenommen werden, sollte man auch viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Geschmacklich sind die grauen Winzlinge so neutral, dass sie sogar als Grundlage für veganen Pudding verwendet werden.

Es muss nicht immer Trendfood sein

Chia-Samen können also durchaus Abwechslung in den täglichen Speiseplan bringen und sind dabei ein gesunder Zusatz. Denselben gesundheitlichen Wert und positiven Effekt für die Verdauung hat eine Pflanze, die seit vielen Jahren in Broten und Müsli steckt: Leinsamen. Das Verhältnis der Omega-3 und -6-Fettsäuren ist hier sogar noch besser als in Chia-Samen. Leinsamen mögen nicht so „trendy“ daherkommen wie die „Super-Samen“ aus Südamerika, aber wesentlich günstiger. Zum Vergleich: Eine 500g-Tüte Chia-Samen kostet im Supermarkt rund neun Euro. Dieselbe Menge Leinsamen gibt es für unter zwei Euro. Bis Chia-Samen bei uns auf den Tisch kommen, haben sie zudem eine lange Reise hinter sich und damit eine schlechte CO2-Bilanz. Anbaugebiete sind Südamerika und Australien. Heimische Lebensmittel haben also durchaus einen zusätzlichen positiven Effekt für die Umwelt.