Gesundheitspolitische Kommentare

 
Kundenberaterin im Kundengespräch
Bernhard Mohr kommentiert die Situation in der gesetz-
lichen Krankenversicherung nach dem Regierungswechsel 2009.

Im Gesundheitswesen schauen derzeit viele gebannt nach Berlin, um möglichst frühzeitig zu erkennen, was die neue Bundesregierung in Sachen Gesundheitsreform so alles plant. Dabei sind doch die wesentlichen Ziele im Koalitions-
vertrag bewusst als „langfristig zu verwirklichen“ beschrieben. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung soll der Umbau der Sozialversicherungssysteme nach wie vor behut-
sam erfolgen, um die jahrzehntelang erworbenen Errungen-
schaften, auf die wir stolz sein können, nicht vorschnell preis-
zugeben. In der gesetzlichen Krankenversicherung haben beispielsweise die Einführung der Wahlfreiheit, die Öffnung der Krankenkassen für alle Versicherten, die Verwirklichung einheitlicher Preissysteme für Krankenhäuser und Ärzte sowie die Einrichtung des Gesundheitsfonds fast 20 Jahre gebraucht, wenn man das Gesundheitsstrukturgesetz des Jahres 1992 als „Startpunkt“ für diese Reformen nimmt. Deshalb: Gemach, gemach.

Bei der Bosch BKK geht es jedenfalls nicht um die „hohe Politik“, sondern um den Versicherten. Und dieser will zum Beispiel – wenn er schon zum Arzt muss – möglichst keine Praxisgebühr bezahlen und – wenn er ein Medikament benötigt – keine Zuzahlung leisten. Dies ermöglichen wir mit unseren Hausarztverträgen und mit einem neuen Arzneimittel-
rabattvertrag zum 1.3.2010. Für Teilnehmer an Behandlungs-
programmen für chronisch Kranke gibt es weiterhin den „MedPlus“-Bonus. Gleiches gilt bei der Prävention für das Bonusmodell „G-win“. Wir wollen damit die Zusammenarbeit der Versicherten mit uns belohnen, denn sie hilft uns, die Kosten im Griff zu halten und weiterhin keine Zusatzbeiträge erheben zu müssen. Wir können nicht alles vorhalten, was innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung so alles angeboten wird. Das kann heute keine Kasse mehr. Das Paket, das wir bieten, muss allerdings in seiner Gesamtheit stimmen. Wir sind davon überzeugt, dass dies der Fall ist. Das zeigen auch die nach wie vor steigenden Mitgliederzahlen.