Attraktiv, übersichtlich und fair
So funktioniert "Option S": Wie hoch Ihr Selbstbehalt und Ihre mögliche Prämie sind, hängt von Ihrem Einkommen ab. Entsprechend dem Jahreseinkommen, auf das Sie Kranken-
versicherungsbeiträge entrichten, können Sie die höchst-
mögliche Tarif-Stufe wählen. Wenn Sie Ihr Risiko verringern möchten, können Sie sich auch für eine niedrigere Tarif-Stufe entscheiden. Die folgende Tabelle zeigt die vier Stufen, die dazugehörige Eigenbeteiligung (Selbstbehalt) und das persönliche maximale Risiko. Das Besondere bei "Option S": Das prozentuale Risiko ist in allen Einkommensstufen gleich.
Tarif- Stufe |
Jahres- einkommen |
Jahres- prämie* |
jährl. Selbst- behalt |
max. Risiko |
| 4 |
über 48.000 € |
600 € |
900 € |
300 € |
| 3 |
über 36.000 € bis 48.000 € |
400 € |
600 € |
200 € |
| 2 |
über 24.000 € bis 36.000 € |
200 € |
300 € |
100 € |
| 1 |
bis 24.000 € |
100 € |
150 € |
50 € |
* max. 20 % des selbst getragenen Krankenkassen-Beitrags
Beispiel 1:
Klaus B. verdient 46.000 EUR im Jahr. Seine Frau und die
13-jährige Tochter sind bei ihm mitversichert.
Da die ganze Familie fit ist und gesund lebt, entscheidet sich Herr B. zum Jahresbeginn für die Teilnahme am Wahltarif und wählt die höchste der drei möglichen Tarif-Stufen 1–3.
Nach dem Beitritt erhält er 200 EUR als Vorauszahlung. Verursachen er und seine Frau keine Kosten für die Bosch BKK, steht ihm nach einem Jahr die restliche Prämie von weiteren 200 Euro zu. Fallen anzurechnende Behandlungs-
kosten für ihn oder seine Frau an, hat er bis zu 600 EUR selbst zu tragen, die mit der Jahresprämie von 400 EUR verrechnet werden. Sein maximales Risiko liegt somit bei 200 EUR.
Erfolgt der Beitritt zum Wahltarif unterjährig, werden der Selbst-
behalt, die Prämie und die hälftige Vorauszahlung mit 1/12 pro Monat der Teilnahme berechnet.
Beispiel 2:
Petra N. ist sportlich aktiv und fühlt sich gesund. Zum Arzt geht sie nur im Notfall und zu den routinemäßigen Vorsorge-
untersuchungen. Mit ihren 27 Jahren und einem Jahresein-
kommen von 33.540 EUR verspricht sie sich von der Teilnahme an "Option S" eine spürbare Verringerung ihrer Krankenversicherungsbeiträge, mit der sie sich ihre Auslands- und Zahnzusatzversicherungen finanzieren möchte.
Nach eingehender Überlegung entscheidet sie sich im April für die Teilnahme am BKK-Tarif "Option S" und wählt die Stufe 2 (200 EUR Jahresprämie bei 300 EUR Selbstbehalt). Sie reicht die Teilnahmeerklärung bei ihrer Geschäftsstelle ein; ihre Teilnahme beginnt somit zum 1. Mai 2009 (nächster Monatserster nach Eingang der Teilnahmeerklärung) und läuft zunächst bis Ende April 2012. Für das Startjahr 2009 werden die Beträge ihrer Tarif-Stufe anteilig für 8 Monate berechnet und belaufen sich auf 133,33 EUR Prämie bzw. 200 EUR Selbstbehalt. Auch in Anspruch genommene Leistungen werden selbstverständlich nur für den Zeitraum der Teilnahme angerechnet. Die Bosch BKK überweist ihr direkt nach dem Beitritt 66,67 EUR als Prämien-Vorauszahlung (50 % der Jahresprämie).
In Folge einer Bänderdehnung am Fuß bezieht sie auf Verordnung ihres Arztes Medikamente und Hilfsmittel im Wert von 85 EUR, die die Bosch BKK zunächst trägt. Diese Kosten sowie die ärztliche Behandlung - falls diese nicht mit einer so genannten morbiditätsorientierten Gesamtvergütung (bisher "Kopfpauschale") abgegolten wird - werden auf ihren Selbstbehalt angerechnet.
| Tarif-Stufe 2: Prämie 200 €, Selbstbehalt 300 € |
| anteilige Prämie für Mai-Dez. 2009 |
|
133,33 € |
| Ausgaben BKK |
- |
85,00 € |
|
| Jahresergebnis Frau N. |
|
48,33 € |
Die Jahresabrechnung 2009 im Juni des Folgejahres ergibt nach Abzug der bereits geleisteten Prämien-Vorauszahlung eine Forderung an Frau N. von 18,34 EUR. Diese wird mit der neuen Prämien-Vorauszahlung für das nächste Teilnahmejahr (100 EUR) verrechnet. Frau N. erhält somit 81,66 EUR Prämienvorauszahlung für 2010 ausbezahlt.