Mit der kalten Jahreszeit beginnt auch die Grippe-Saison: Im Gegensatz zur harmlosen Erkältung, an der jeder von uns einmal leidet, ist die echte Grippe eine ernsthafte Infektions-
krankheit, die durch Influenzaviren hervorgerufen wird. Sie führt zu hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen; das Risiko einer Erkrankung lässt sich allerdings durch eine Impfung deutlich reduzieren. Aber bei wem ist eine jährliche Grippeschutzimpfung sinnvoll?
Besonders gefährdet
Besonders wichtig ist die Impfung für Menschen, die wegen einer anderen Erkrankung besonders gefährdet sind – zum Beispiel einer Herzkrankheit oder chronischen Krankheiten wie Asthma, Diabetes oder Nierenkrankheiten. Auch ältere Menschen ab 60 Jahren sollten sich jedes Jahr impfen lassen, da die Leistungsfähigkeit des Immunsystems ab dem fünfzigsten Lebensjahr abnimmt. Bei Kleinkindern ist das Immunsystem zwar noch nicht voll ausgereift, muss aber fortlaufend trainiert werden. Deshalb sollten gesunde Kinder nicht gegen Gruppe geimpft werden.
Berufsgruppen mit Publikumsverkehr
Empfehlenswert ist die Impfung dagegen für bestimmte Berufsgruppen, die viel in Kontakt mit Menschen kommen. Die Gefahr, sich oder andere anzustecken ist besonders hoch im Gesundheitswesen und bei Tätigkeiten mit hohem Publi-
kumsverkehr – sei es in der Verwaltung, an Schulen oder in Verkehrbetrieben. Nicht impfen lassen sollte sich, wer an einer akuten Erkältungskrankheit leidet. Und: Auch Menschen mit einer Hühnereiweiß-Allergie müssen darauf verzichten, da für die Impfstoffherstellung befruchtete Hühnereier verwendet werden.
Der richtige Zeitpunkt
Die Impfung sollte im Herbst noch vor Beginn der Grippe-Saison durchgeführt werden. Der ideale Zeitraum sind daher die Monate September bis November. Wirksam wird der Schutz nach etwa 2 Wochen, Nebenwirkungen treten nur in seltenen Fällen auf. Da sich die Viren fortlaufend verändern, werden die Impfstoffe in jedem Jahr neu produziert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) legt auf der Basis weltweiter Daten die aktuelle Zusammensetzung fest. Auch wer sich im vergangenen Jahr hat impfen lassen, sollte daher in diesem Jahr an die Schutzimpfung denken.
Keine Kosten für Versicherte
Die Bosch BKK übernimmt die Kosten für die Grippe-
schutzimpfung schon seit langem. Seit der Gesundheits-
reform gehört sie als eine von der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Institut empfohlene Impfung zu den Pflichtleistungen aller gesetzlichen Krankenkassen. Die Praxisgebühr wird dafür nicht fällig.