Was kann die eGK?
Als erstes äußeres Merkmal fällt bei der eGK das Lichtbild auf, das in erster Linie vor Missbrauch schützen soll. Auch ist eine lebenslange Krankenversicherungsnummer aufgedruckt. Viel wichtiger sind jedoch die „inneren“ Werte.
Die eGK enthält einen Speicherchip. Auf dem Chip, der durch ein Verschlüsselungssystem besonders geschützt ist, sind aktuell dieselben Informationen hinterlegt wie auf der bekannten Krankenversicherungskarte. Das sind insbesondere die so genannten Versichertenstammdaten wie Name, Geburtsdatum, Anschrift und Versichertenstatus.
Wie Sie es von Ihrer bisherigen Versichertenkarte kennen, ist die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) auf der Rückseite aufgedruckt.
Welche Neuerungen sind geplant?
In der Vorbereitungsphase sind vier weitere Anwendungen. So sollen mittelfristig Änderungen in den Personendaten, wie z.B. die Änderung der Anschrift oder Versicherungsstatus, bei der Krankenkasse online aktualisiert werden können, ohne dass eine neue Karte erstellt werden muss.
Wenn der Versicherte zustimmt, können Notfalldaten auf der Karte gespeichert werden, damit der Arzt zügig über den Gesundheitszustand oder Arzneimittelunverträglichkeiten zugreifen kann. Neben einer elektronischen Fallakte, die eine strukturierte und integrierte Sicht auf medizinische Daten ermöglicht, ist auch ein Datenaustausch zwischen Leistungserbringern wie z. B. Laborergebnisse oder Arztbriefe in Planung.
Um all diese Vorhaben realisieren zu können, muss jedoch erst eine Telematikinfrastruktur aufgebaut werden, die frühestens dann zum Einsatz kommt, wenn eine flächendeckende Versorgung mit der eGK stattgefunden hat. Bis dahin gibt die eGK nur die Personenstammdaten wieder.