Mehr Hilfe für Patienten
Gemeinsames Betreuungsmodell von Ärzten und Bosch BKK in Hildesheim ausgeweitet
Hildesheim, 6. Juli 2009. Niedergelassene Ärzte des Ärzte-
netzes HilMed und die Bosch BKK weiten ihre Zusammen-
arbeit in der Patientenversorgung aus: Ihr vor rund zwei Jahren vereinbartes neues Versorgungsmodell steht Patienten künftig bei einer größeren Zahl von Erkrankungen offen, unter anderem Patienten mit Demenz oder Depressionen. Bei dem Modell werden die Patienten von Arzt und Kasse intensiv betreut und von einem so genannten Patientenbegleiter unterstützt.
"Wir bieten unsere Hilfe aber nicht erst dann an, wenn jemand bereits erkrankt ist“, erklärt Dr. Elmar Wilde von HilMed. "Auch wenn wir Risiken für eine Erkrankung erkennen, bieten wir den Betroffenen zusätzliche Betreuung an. Das kann das Risiko eines progredienten Nierenversagens sein, aber auch das einer lang anhaltenden Arbeitsunfähigkeit oder einer Pflege-
bedürftigkeit.“ Bisher konzentrierten sich die Partner vor allem auf die Betreuung von Patienten mit einem Schlaganfall, einer Herz- oder Krebserkrankung.
In Zusammenarbeit mit den behandelnden Praxis- und Klinik-
ärzten hilft der BKK-Patientenbegleiter Armin Gruber den Patienten beim Wechsel von der stationären in die ambulante Behandlung. Er kümmert sich um anschließende Reha- oder Pflegemaßnahmen, organisiert Hilfsmittel und entlastet Arzt und Patient von organisatorischen Aufgaben. Die Entschei-
dung darüber, welchen Patienten die spezielle Betreuung angeboten wird, treffen Arzt und Patientenbegleiter gemein-
sam. Damit sie sich ausreichend Zeit für die Abstimmung nehmen können, erhalten Ärzte und Kliniken zusätzliches Geld von der Krankenkasse.
"In den vergangenen zwei Jahren haben wir unsere Zusam-
menarbeit bei ausgewählten Erkrankungen erprobt“, berichtet Bernhard Mohr, Vorstand der Bosch BKK. "Dabei haben wir gesehen, dass wir die Versorgung der Patienten tatsächlich verbessern konnten. Das hat uns ermutigt, noch weitere Diagnosen in das Versorgungsmodell einzubeziehen.“ Die bessere Qualität der Versorgung sei letztlich auch der Grund, dass sich die Mehrausgaben für die Bosch BKK rechnen – in Zeiten des Gesundheitsfonds eine Notwendigkeit für die Krankenkasse. Seit Vertragsstart haben sich fast 2.300 Ver-
sicherte und über 100 Ärzte in das Modell eingeschrieben.