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Neue Wege in der Patientenversorgung

Ärzte, Kliniken und Bosch BKK in Bühl setzen auf Patientenbegleiterin und gemeinsamen Überleitungsbogen

Bühl, 4. August 2008. Neue Wege bei der Versorgung ihrer Patienten gehen in Bühl fast 130 niedergelassene Ärzte, das Klinikum Mittelbaden, das Ortenau Klinikum Standort Achern und die Bosch BKK. Dazu zählt der Einsatz einer so genannten Patientenbegleiterin. Die 39-jährige Petra Werner ist Mitarbei-
terin der Bosch BKK und hilft Patienten beim Wechsel vom Krankenhaus nach Hause oder in die Reha. Ein Beispiel: Mit einem Schlaganfall kommt eine 73-jährige Patientin ins Klinikum Mittelbaden und danach in die Reha. Obwohl sie sich eigentlich voll darauf konzentrieren sollte, gesund zu werden, müssen bei der Entlassung nach Hause viele Fragen geklärt werden: Kommt sie alleine zu Hause zurecht oder benötigt sie eine Haushaltshilfe oder die Unterstützung eines Pflege-
dienstes? Kann sie Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen? Können ein Hausnotruf, Gehhilfen oder andere Hilfsmittel den Alltag erleichtern?

Die Patientenbegleiterin Petra Werner setzt sich schon in der Klinik mit der Patientin in Verbindung und berät sie bei allen anstehenden Fragen. Sie übernimmt organisatorische Aufgaben ab, kümmert sich um die rasche Bearbeitung von Anträgen und Absprachen mit Pflege- und Sozialdiensten oder berät zu Hilfsmitteln und wohnungsbaulichen Veränderungen. Außerdem vermittelt die Patientenbegleiterin auf Wunsch der Patientin zwischen dem behandelnden Arzt, dem Kranken-
haus, dem Pflegedienst oder Sanitätshaus. So kann sie Versorgungslücken schließen und den Informationsaus-
tausch zwischen allen Beteiligten verbessern. Für die Abstim-
mung mit der Patientenbegleiterin erhalten der Hausarzt und das Krankenhaus von der Krankenkasse eine zusätzliche Vergütung. „Für uns Ärzte ist wichtig, dass wir von Bürokratie entlastet werden und dass unsere Arbeit von der Bosch BKK besser vergütet wird“, erläutert der Allgemeinmediziner Dr. Martin Kuhlmann. „So bleibt mehr Zeit für die Versorgung unserer Patienten.“

Die Zusammenarbeit zwischen den Ärzten und der Bosch BKK beruht auf einem Versorgungsvertrag, den die Betriebs-
krankenkasse mit dem Ärzteverbund MEDI Baden-Württem-
berg geschlossen hat. "Es freut mich, dass inzwischen über 90 Prozent der Hausärzte, die Bosch BKK-Patienten betreuen, diesem Vertrag beigetreten sind“, erklärt Werner Conrad, Geschäftsführer der MEDIVERBUND Dienstleistungs GmbH. Neben dem Einsatz der Patientenbegleiterin haben sich die Partner mit den Kliniken auch auf einen so genannten einheitlichen Überleitungsbogen geeinigt, mit dem alle wichtigen Informationen zum Krankenhausaufenthalt am Tag der Entlassung an den Hausarzt weitergeleitet werden. "Eine solche engere Verzahnung des ambulanten und stationären Sektors mahnen Gesundheitsexperten seit Jahren an, wir setzen die Forderung in die Praxis um“, betont Jürgen Jung, Geschäftsführer des Klinikums Mittelbaden.

Die Bosch BKK ist überzeugt, dass sich die Investition in die bundesweit 16 Patientenbegleiter und die höhere Vergütung für Ärzte und Kliniken langfristig auszahlt. "Wenn wir zum Beispiel durch die intensive Betreuung unserer Versicherten lange und teure Krankenhausaufenthalte oder Wiedereinwei-
sungen verhindern können, dann hilft das Kosten zu sparen, ohne dass die Versicherten schlechter versorgt sind“, erklärt BKK-Vorstand Bernhard Mohr. Einen finanziellen Anreiz zur Teilnahme gibt es auch für die Versicherten, die sich bei ihrem Arzt für das Programm einschreiben, denn sie müssen keine Praxisgebühr mehr bezahlen.

Kontakt
Sonja Feihle
Bosch BKK
Kruppstr. 19
70469 Stuttgart
Tel.: 0711 811-30790
Fax: 0711 811-268827
www.Bosch-BKK.de