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Neue Wege in der Patientenversorgung

Klinikum, Ärzte und Bosch BKK in Ludwigsburg setzen auf Patientenbegleiterinnen und gemeinsamen Überleitungs-
bogen

Ludwigsburg, 19. August 2008. Auf neue Formen der Zusammenarbeit bei der Patientenversorgung setzen das Klinikum Ludwigsburg, rund 290 niedergelassene Ärzte und die Bosch BKK in Ludwigsburg. Um den Wechsel vom Krankenhaus nach Hause oder in die Reha zu erleichtern und Ärzte sowie Krankenhauspersonal zu entlasten, kommen so genannte Patientenbegleiterinnen der Bosch BKK zum Einsatz. Ein einheitlicher Überleitungsbogen hilft dabei, dass am Entlassungstag alle behandlungsrelevanten Informa-
tionen schnell und einfach an den Hausarzt weitergeleitet werden können.

Ein Beispiel aus der Praxis: Wegen einer Krebserkrankung wird eine 75-jährige Patientin ins Klinikum Ludwigsburg eingeliefert. Dort besucht sie die Patientenbegleiterin von der Bosch BKK Annika Kurz zusammen mit einer Mitarbeiterin der Pflegeüberleitung des Klinikums. Gemeinsam mit den Ange-
hörigen besprechen sie die weiteren Schritte bis zur Entlas-
sung: Sie erarbeiten einen Pflegeplan, der sicherstellt, dass die Patientin mit Hilfe von Angehörigen, Mitarbeitern der Sozialstation und ihres Besuchsdienstes rund um die Uhr versorgt ist. Die Patientenbegleiterin hilft, einen Pflegeantrag zu stellen, um schnell eine Einstufung in eine Pflegestufe zu erreichen. Außerdem schlägt sie ein Notrufsystem vor und kümmert sich – in enger Absprache mit der Pflegeüberleitung – darum, dass benötigte Hilfsmittel wie ein Pflegebett, ein Sauerstoffgerät und ein Toilettenstuhl noch vor dem Entlas-
sungstag vom Sanitätshaus geliefert werden. Nach der Entlassung überzeugt sich Annika Kurz bei einem Hausbe-
such davon, dass die Patientin zu Hause gut zurechtkommt und klärt mit ihr offene Fragen, beispielsweise zur Zuzah-
lungsbefreiung bei den benötigten Arzneimitteln. Damit die nachstationäre Weiterbehandlung reibungslos klappt, hat das Krankenhaus mit Hilfe des Überleitungsbogens bereits alle notwendigen Informationen an den Hausarzt weitergeleitet.

„Das Beispiel zeigt, dass der Einsatz der Patientenbegleite-
rinnen nicht nur für die Patienten und ihre Angehörigen, sondern auch für die Krankenhausmitarbeiter eine spürbare Entlastung bringen, weil sie ihnen viele organisatorische Aufgaben abnehmen“, meint Dr. Andrea Grebe, medizinische Geschäftsführerin der Kliniken Ludwigsburg. Pflegedirektorin Brigitte Pflieger ergänzt dazu: "Durch eine stärkere Verzahnung des stationären mit dem ambulanten Sektor können wir die Versorgung unserer Patienten maßgeblich verbessern. Versorgungslücken können besser vermieden werden, und der Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten wird verbessert.“

In die Zusammenarbeit eingebunden sind auch niederge-
lassene Ärzte in der Region. Grundlage ist ein Versorgungs-
vertrag, den die Betriebskrankenkasse mit dem Ärzteverbund MEDI Baden-Württemberg geschlossen hat. Einer der teil-
nehmenden Ärzte, Dr. Michael Friederich, erklärt, warum er sich an der Zusammenarbeit beteiligt: „Wir Ärzte können uns wieder stärker auf die medizinische Versorgung unserer Patienten konzentrieren und unsere Arbeit wird von der Bosch BKK besser vergütet.“ Denn für die Absprachen mit den beiden Patientenbegleiterinnen der Bosch BKK erhalten Ärzte und Kliniken eine zusätzliche Vergütung von der Krankenkasse.

BKK-Vorstand Bernhard Mohr ist sich sicher, dass sich diese Investition lohnt: „Wenn wir durch die intensive Betreuung unserer Versicherten lange und teure Krankenhausaufenthalte oder Wiedereinweisungen verhindern können, dann hilft das Kosten zu sparen – und das bei einer optimierten Versor-
gung.“ Einen finanziellen Anreiz zur Teilnahme an diesem neuen Versorgungsmodell gibt es auch für die Versicherten, die sich bei ihrem Arzt dafür einschreiben können. Sie müssen keine Praxisgebühr mehr bezahlen.

Kontakt
Sonja Feihle
Bosch BKK
Kruppstr. 19
70469 Stuttgart
Tel.: 0711 811-30790
Fax: 0711 811-268827
www.Bosch-BKK.de